
Politische Bildung vor Ort: Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Krakau
Zwei Geschichtskurse des Städtischen Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef unternahmen vom 20. bis 24. April 2026 eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Krakau. Die Veranstaltung wurde von der Karl-Arnold-Stiftung e. V. organisiert, die regelmäßig solche Bildungsreisen anbietet, um Menschen die Möglichkeit zu geben, Orte der nationalsozialistischen Verbrechen zu besuchen und historisches Wissen durch authentische Erfahrungen zu vertiefen.
Die Teilnehmenden gaben in der Auswertung an, dass sie sich im Unterricht gut vorbereitet hatten, es aber zusätzlich eine sehr tiefgehende Erfahrung war, selbst vor Ort gewesen zu sein. Neben der Besichtigung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz umfasste das Programm auch den Besuch der ehemaligen Synagoge in Oswiecim sowie der ehemaligen Emailfabrik von Oskar Schindler in Krakau, die durch den Film „Schindlers Liste" weltbekannt wurde. Im jüdischen Museum in Krakau traf die Gruppe auf die Zeitzeugin Monika Goldwasser, die als Säugling durch das mutige Handeln ihrer Mutter gerettet wurde und heute ihre Erfahrungen mit jungen Menschen teilt.
Gedenkstättenfahrten sind ein unverzichtbarer Bestandteil der politischen Bildung. Sie bieten die Chance, durch direkte Begegnung mit historischen Orten Geschichte emotional und kognitiv zu begreifen.
