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Deine Geschichte, unsere Geschichte. Zugewanderte reisen mit uns in die deutsche Vergangenheit

Ende 2023 fanden zwei Seminarfahrten unter dem Titel "Berlin - Brennpunkt deutscher Geschichte und Politik" statt. Die Besonderheit: Die Teilnehmenden im Alter von 16 bis 67 Jahren waren überwiegend Sprachschüler*innen der Sprachkurse der Karl-Arnold-Stiftung mit unterschiedlichen Deutschkenntnissen, darunter auch geflohene Personen aus Afghanistan und marokkanische Student*innen. Die Fahrten hatten das Ziel, den Zugwanderten einerseits die deutsche Geschichte und Politik näher zu bringen und andererseits die Diskussions- und Problemlösefähigkeiten der Teilnehmer*innen zu stärken.


Damit sich die Teilnehmer*innen zu Beginn ein Bild der deutschen Hauptstadt machen konnten, starteten die „Berlintage“ mit Stadtrundfahrten, bei denen besonders das Brandenburger Tor und das Mahnmal für die im Holocaust verstorbenen Jüd*innen in Erinnerung blieben.

Anschließend wurde das Leben in der ehemaligen DDR thematisiert: Die Gruppen besuchten das Museum "Alltag in der DDR" und die Ausstellung "Niemandsland und Musterdorf" der Fotografin Bettina Flitner und es entwickelten sich lebhafte Diskussionen über das kommunistische System und das Leben in Ost- und Westdeutschland.

Weitere Highlights der Fahrten waren der Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße und des "Tränenpalastes", eine Ausstellung am ehemaligen Grenzübergang, die das Leben in Ost-Berlin und der DDR thematisiert. Viele Teilnehmer*innen waren von den persönlichen Schicksalen der Ausstellung sichtlich berührt und tauschten sich intensiv darüber aus.

Natürlich darf bei einem Ausflug nach Berlin der Besuch des Bundestags nicht fehlen. Daher erhielten die Teilnehmer*innen eine Einführung in die Arbeit des Bundestages und hatten anschließend die Möglichkeit, die Reichstagskuppel anzuschauen.

Am letzten Tag besuchten die Gruppen die East Side Gallery, wo die Geschichte Deutschlands anhand der Überreste der Berliner Mauer vermittelt wurde.


Das hohe Interesse der Teilnehmer*innen lässt uns hoffen, dass wir Fahrten wie diese künftig öfter für Personen anbieten können, die sich im Integrationsprozess befinden und teilweise ebenfalls Fluchterfahrungen gemacht und in nicht-demokratischen Ländern gelebt haben.