Geschichte der Karl-Arnold-Stiftung e.V.
Seit Beginn der 1960er Jahre gestalten wir Bildungsangebote, die sich dynamisch den raschen Veränderungen von Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Umwelt anpassen und aktuelle Themen aufgreifen. An den über 9.600 Angeboten haben bereits mehr als 244.000 Jugendliche und Erwachsene teilgenommen (Stand: 2026).
Mit unseren Bildungsveranstaltungen wie Kursen, Seminaren, Studienfahrten oder im Rahmen unserer aufsuchenden politischen Bildung, erreichen wir Menschen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Eng an aktuellen politischen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Themen unserer Zeit orientiert, gestalten wir unsere Angebote so, dass unsere Teilnehmer*innen ihre Kompetenzen erweitern können und dazu befähigt werden, sich auch nach dem Ende der Veranstaltungen mit den Inhalten und Themen weiter zu beschäftigen. Unser Ziel war und ist es, Menschen mit ihren Rechten aber auch ihren Pflichten in unserer Demokratie vertraut zu machen und die gemeinsame Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft zu stärken.
Doch wie und wo begann alles?
Jahre der Gründung
Karl-Arnold-Bildungsstätte in Bonn-Bad Godesberg - Ursprung und Heimat
Mitten im Landtagswahlkampf Nordrhein-Westfalens verstarb Karl Arnold im Juni 1958 im Alter von 57 Jahren.
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Gut ein Jahr später - am 19. Oktober 1959 - gründete die Junge Union Rheinland um Bert Evers, Alo Hauser, Konrad Grundmann, Franz Meyers und Wilhelm Johnen den Verein "Karl-Arnold-Bildungsstätte" im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg. Die Mitglieder wählten Dr. Bert Even zum ersten Vorsitzenden des neuen Vereins.
In den folgenden Jahren machte es sich der Verein zur Aufgabe, Veranstaltungen durchzuführen, in denen junge Menschen politisch gebildet wurden. Ein besonderes Anliegen waren die Begegnungen zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen im Sinne der Völkerverständigung.
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Um die politische Jugendbildung zu etablieren, entstand die Idee von einem eigenen Tagungshaus. Drei Jahre später nahm die Karl-Arnold-Bildungsstätte am 1. September 1962 den Betrieb auf.
Nach jahrelanger Entwicklung von vielfältigen politischen Angeboten stimmte der Vorstand im Jahr 1979 für eine namentliche Umbenennung in „Karl-Arnold-Stiftung“. Trotz ihres neuen Namens war und ist die Karl-Arnold-Stiftung e.V. seit ihrer Gründung ein eingetragener Verein mit einem ausschließlich und unmittelbar folgenden gemeinnützigen Zweck.
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Über viele Jahre hatte die Karl-Arnold-Stiftung e.V. mit der Stadt Bonn als "vorläufigem Sitz der Bundesorgane" die Möglichkeit, viele Politiker*innen und Expert*innen für Diskussionen oder Informationsvorträge in die Bildungsstätte einzuladen. Bevor Parlament und Regierung im Jahr 1999 nach Berlin umzogen, wurde entschieden, die Bildungsarbeit stärker zu strukturieren und mit anderen Trägern abzustimmen. Das Gebäude der Bildungsstätte wurde am 2. Juli 1997 an die ebenfalls im Rheinland ansässige Konrad-Adenauer-Stiftung verkauft. Die Karl-Arnold-Stiftung blieb aber als eigenständiger Verein und Betreiber des Tagungshauses erhalten.
Karl-Arnold-Stiftung in Königswinter - Heimat des Wandels
Nach 40 Jahren erfolgreicher politischer Bildung am Standort Bad Godesberg wechselte der Verein zum Jahresbeginn 2002 die Rheinseite. In Königswinter wurde das bestehende Adam-Stegerwald-Haus genutzt, welches sich im Besitz der Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. befand. Die beiden Vereine nutzten dort gemeinsam die bestehenden Tagungs- und Unterkunftsmöglichkeiten sowie Büroräume für ihre Arbeit und ihre Bildungsangebote.
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2005 wurde die Karl-Arnold-Stiftung e.V. Mitglied im damals neu gegründeten Gütesiegelverbund Weiterbildung. 2006 wurde der Verein als eine der ersten politischen Weiterbildungseinrichtungen nach den Qualitätsstandards des Gütesiegelverbunds zertifiziert. Alle drei Jahre durchläuft die Stiftung erneut das komplette Zertifizierungsverfahren, um eine hohe Qualität ihrer Arbeit sicherzustellen.
Karl-Arnold-Stiftung in Köln - Heimat der Entwicklung
Weil das Adam-Stegerwald-Haus seinen Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben musste, zog der Verein 2013 an seinen aktuellen Standort nach Köln um.
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2015 setzte sich der Verein zum Ziel, weitere bisher nicht erreichte soziale Gruppierungen für die politische Bildung zu erreichen. Es entstand das Konzept der „aufsuchenden politischen Bildung“, das sich vor allem auf Bevölkerungsgruppen mit bislang wenig politischer Partizipation konzentriert. Ziel ist die nachhaltige Vermittlung von alltagsbezogenem politischen Wissen mit neuartigen Methoden. Zu diesem Zweck wurden mehrere langfristige Kooperationen mit Projektpartner*innen geschlossen.
Die logische Folge war eine Satzungsänderung, mit der ab dem Jahr 2019 zwei unselbstständige Einrichtungen unter dem gemeinsamen Dach des Vereins gegründet wurden: das Bildungswerk Karl-Arnold-Stiftung e.V. mit dem Schwerpunkt Demokratiebildung sowie das Karl-Arnold-Institut mit dem Schwerpunkt aufsuchende politische Bildung.


















