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Constantin

"Ich bekam eine völlig neue Perspektive auf die Arbeitswelt" - So erlebte Constantin das FSJP

Am 10.08.2023 haben wir uns von Constantin, unserem FSJPler, verabschiedet. In seinem Erfahrungsbericht hält er seine Eindrücke fest:


"In den vergangenen fast 12 Monaten habe ich mein FSJP bei der Karl-Arnold-Stiftung absolviert. Diese Zeit war für mich unglaublich wertvoll und hat mir die Möglichkeit gegeben, wertvolle Erfahrungen zu sammeln, mich neuen Herausforderungen zu stellen und viele Menschen kennenzulernen.


Ursprünglich war meine Motivation, zumindest für ein Jahr aus dem jahrelangen Lernzyklus von Schule und Universität auszubrechen. Ich wollte mehr über den Alltag des Arbeitslebens erfahren und mich in einem neuen, professionellen Umfeld zurechtzufinden. Diese Erwartungen wurden mehr als erfüllt, denn das FSJP hat mir eine völlig neue Perspektive auf die Arbeitswelt eröffnet. Die 40-Stunden-Woche und die Verantwortung, die ich tragen durfte, haben mich persönlich enorm weiterentwickelt und mich gelehrt, wie wichtig es ist, selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln.


Neben diesen wichtigen Aspekten habe ich auch eine Menge über die Arbeit politischer Stiftungen gelernt. Die Karl-Arnold-Stiftung hat mir tiefe Einblicke in die politische Bildungsarbeit ermöglicht und mir verdeutlicht, wie bedeutungsvoll die Förderung und Auseinandersetzung mit politischen Themen für eine funktionierende Gesellschaft sind. Die zahlreichen Seminare, Workshops und Veranstaltungen, an denen ich teilnehmen durfte, haben mein politisches Wissen erweitert.


Besonders die Seminare waren für mich eine bereichernde Erfahrung. Ich hatte die Möglichkeit, mich intensiv mit komplexen politischen Themen auseinanderzusetzen und mit anderen FSJPlern in einen inspirierenden Austausch zu treten. Die Diskussionen und Debatten haben meinen Horizont erweitert und mir gezeigt, wie wichtig es ist, eine differenzierte Sicht auf politische Zusammenhänge zu entwickeln.


Zusätzlich zu den fachlichen Erfahrungen habe ich auch zwischenmenschlich enorm von meiner Zeit bei der Karl-Arnold-Stiftung profitiert. Das Team vor Ort war stets unterstützend und verständnisvoll, und ich fühlte mich von Anfang an in die Gemeinschaft integriert. Die freundliche Atmosphäre hat mir geholfen, mich wohlzufühlen und gerne zur Arbeit zu kommen.


Nun ein kurzer Rückblick auf meine persönlichen Highlights während des Jahres.


Wie bereits erwähnt, waren vor allem die verschiedenen Seminare besondere Erfahrungen. Ich war in den verschiedensten Positionen dabei, sei es als Teilnehmer, Assistent, Organisator oder Leiter.


Besonders in positiver Erinnerung werden mir die Bundeswehrseminare bleiben, welche sich mit den Themen europäische Sicherheitspolitik, Propaganda und Fake News befassten. Die versierten Referenten vermittelten spannende Informationen und konnten auch mit authentischen Erfahrungsberichten aus Kriegseinsätzen aufwarten. Außerdem waren sie bei den wichtigen Mahlzeiten, zwischen den inhaltlichen Inputs, immer für private Diskussionen zu haben. Gerade meine Betrachtung einiger militärhistorischer Zusammenhänge hat sich dadurch von Grund auf gewandelt.


Darüber hinaus waren auch gerade die Planung und Durchführung des IJGD-Seminares in Berlin ein Höhepunkt für mich. Ich hatte hier die Möglichkeit, ein einwöchiges Programm zum Thema „Alltag Politik und Geschichte der DDR“ zu entwerfen. Vor Ort leitete ich die Gruppe, bestehend auf 40 anderen FSJlern, an. Wir reisten zu Beginn quer durch das Land mit dem Bus nach Berlin. Dieser fuhr uns auch zu den verschiedenen Veranstaltungsorten. Wir besuchten unter anderem die Grenzstätte Marienborn, wo man eine ehemalige Grenzstation zwischen BRD und DDR besichtigen kann, die Gedenkstätte Berliner Mauer, wo wir nach der Führung ein Gespräch mit einem Zeitzeugen führten, welcher mittels Tunnel Menschen aus der DDR schaffte, und vieles weitere. Es blieb aber auch Zeit, die Stadt eigenständig zu erkunden oder an den an die Jugendherberge angrenzenden Wannsee zu gehen. Alles in allem war es eine besondere Erfahrung, einmal selbst große Verantwortung zu tragen.


Im Allgemeinen habe ich das Jahr bei der Karl-Arnold-Stiftung als sehr bereichernd empfunden und bin mir sicher, dass sich viele der erlernten Dinge und Tätigkeiten mir auf meinem weiteren Berufsweg helfen werden. Ich wünsche meinen Nachfolgern viele positive Erfahrungen während des FSJPs und meinen Kollegen alles Gute für die Zukunft."


Lieber Constantin, auf deinem weiteren Weg wünschen wir dir alles Gute!